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Rekordpreis für Heiligenleben

390h sEinen Höhepunkt der am 29. und 30. März stattgefundenen Buch- und Graphikauktionen von Venator & Hanstein in Köln bildete das „Leben der Heiligen Altväter“, eine um 1482 in Straßburg gedruckte Sammlung von Heiligenviten. Die überaus seltene reich illustrierte  Inkunabel, von der nach dem Krieg kein Exemplar mehr auf den Markt gekommen war, ging bei geschätzten € 40.000,- für € 146.000,- an einen deutschen Sammler.

Eine mit € 400,- taxierte, nur 22 Blatt umfassende handschriftliche Aufstellung über die Geschäfte des Nürnberger Goldschmiedes Hans Straub I  auf der Leipziger Ostermesse von 1598 konnte für € 9.500,- verkauft werden. Das lithographierte Werk „Poème de l’angle droit“ von Le Corbusier aus dem Jahr 1955 stieg von geschätzten € 6.000,- auf € 10.800,-.
Die Mappe „Hippies“ von Salvador Dalí mit 11 Kaltnadelradierungen wurde bei einem Schätzpreis von € 9.000,- für beachtliche € 18.000,- abgegeben. Die Arbeiten von Gerhard Richter waren durchweg sehr gefragt. Ein Exemplar seiner „Schweizer Alpen“ erreichte € 15.500,- bei einem Schätzpreis von € 9.000,-. Sehr begehrt waren auch die angebotenen Arbeiten von André Thomkins: Zwei Exemplare seiner aus aufgeschlitzten Reifenschläuchen gearbeiteten Gummijacken „Rocker“ aus dem Jahr 1969 brachten zusammen bei einer Taxe von € 3.000,- ein Ergebnis € 10.200,-; seine beiden Palindromarbeiten auf Emailleschildern kamen von jeweils € 2.000,- auf € 6.700,- und 5.300,-.
Eine mit Tusche überarbeitete Farblithographie von Joan Miró aus „Les essencies de la terra“ erzielte bei einem Schätzpreis von € 1.200,- ein Ergebnis von € 7.000,-.

Die Verkaufsrate lag bei etwa 80% und der Gesamtumsatz bei knapp über 1 Million Euro.